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Der Ebook-Reader N516 von Hanvon

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Der WISE E-Book-Reader N516 von Hanvon, ein günstiges Gerät mit (ziemlich) edler Ausstattung.

N 516Wir hatten vor einiger Zeit im AUGE-Forum mal eine kleine Diskussion, ob so ein Reader sinnvoll sei und ob er das Ende der Zeitungen bedeute. Nun, ich schätze mal, dass beide Medien noch längere Zeit nebeneinander her existieren werden. Die TAZ z.B. bietet schon ihre Ausgaben im Abonnement als E-Book an. Man denke auch nur mal an die armen Messies, die sich ihre Wohnung mit alten Zeitungen vollmüllen. Das kann mit so einem Reader, der u.U. Platz für mehrere Zeitungsjahrgänge hat, nicht passieren. Ferner kann man im Urlaub als Leser einiges an Gepäck einsparen. Jedenfalls verspürte ich vor ein paar Tagen, als ich im Internet stöberte, plötzlich das dringende Bedürfnis, mir einen E-Book-Reader zuzulegen. Einerseits bin ich immer auf technische Neuerungen neugierig, andererseits hoffte ich, mit dem Gerät endlich mehr Bücher zu lesen als in letzter Zeit und ich bemerkte ferner, dass die Preise etwas gefallen waren.

Insbesondere stach mir der o.g. Reader ins Auge, der zwar nicht gerade ein Design-Wunder ist, aber viel Technik fürs kleine Geld (149 Euros) bietet.

Technisches

Es handelt sich um ein Gerät mit einem 5 Zoll (12,70 cm) EPD-Bildschirm (Elektronisches Papier). Damit passt das Gerät in eine Jackentasche und kann so ständig mitgeführt werden, im Gegensatz zum Apple iPad, der bei mir die meiste Zeit zu Hause herumläge. Ferner ist es ein ziemlich „offenes“ Gerät, das unter Linux läuft und bei dem man nicht von einer Firma gegängelt und abgezockt wird. Man kann sogar ein neues Betriebssystem aufspielen, welches der Original-Software wesentlich überlegen sein dürfte, insbesondere, wenn sie noch etwas weiterentwickelt wird. Die Firma Hanvon hat zwar auch schon mal ein Update geliefert, aber diese Firmen können da mit der Open-Source-Gemeinde in der Regel nicht mithalten. Eine Open Source Linux-Distribution für Ebook-Reader heißt OpenInkpot (engl.). Die habe ich aber noch nicht selbst probiert und Installation geschieht auf eigene Gefahr. Einige Leute haben es nicht geschafft, zum alten System zurückzukommen. Trotzdem kann man mit dem Gerät auch DRM-geschützte Ebooks lesen. Dazu braucht man das DRM-Ebook-Verwaltungs-Programm Adobe Digital Editions. (Für unsere Abkürzungs-Hasser Smile DRM = Digtal Rights Management) Sogar öffentliche Bibliotheken haben angefangen, DRM-geschützte Ebooks über das Internet zu verleihen. Auf diese Weise kann man auch mal ein teureres Buch billig lesen. Ansonsten ist das Ebook-Management-Programm Calibre (engl.) eher als das Adobe-Programm zu empfehlen. Damit kann man auch verschiedene Ebook-Dateiformate konvertieren. Für den Firefox gibt es ein Add-on namens EPUBReader mit dem man Ebooks im Epub-Format direkt im Browser lesen kann. Es dauert aber relativ lange, bis eine derartige Datei damit geladen ist.

Ich führe hier mal nur die wichtigsten technischen Details an, den Rest kann man unter der u.g. Internet-Adresse bei Hanvon (China) nachlesen.

Das Elektronische Papier hat 8 Graustufen, Verhältnis 4:3, Auflösung 800x600, Speicherkartenleser maximal 32 GB SDHC (FAT32 formatiert), Akku: Interner Lithium-Akku, 1500 mAh maximal. Das Gerät verfügt über einen eingebauten Lautsprecher sowie ein Mikrofon für Sprachnotizen. Die unterstützten Dateiformate (lt. Hanvon ) sind: TXT, HTML, PDF, FB2 (XML), DOC, EPUB, PDB, CHM, mp3, wmv, wma, JPG, BMP, GIF, PNG. Habe noch nicht alle getestet. Größere PDF sind schwierig zu lesen. Am besten und einfachsten kommt man mit dem gebräuchlichen EPUB-Format des Buchhandels zurecht, das es mit und ohne DRM gibt.

Unboxing

Das Auspacken des Geräts bereitet Vergnügen. Es ist in einer edlen Schachtel in Buchform mit Magnetverschluss und Sichtfenster untergebracht. Außerdem kommen ein Netzteil (5 Volt, 500 mA) zum Vorschein, ein USB-Kabel mit Mini-Anschluss, eine gedruckte Bedienungsanleitung und ein Kopfhörer mit Lautstärkeregelung in der Zuleitung. Relativ edel (jedenfalls für den Preis) sieht auch das Schutz-Etui aus, in dem - ebenfalls durch starke Magnete – das Gerät festgehalten wird und satt einrastet.

Der Ebook-Reader kommt mit geladenem Akku, so dass man gleich anfangen kann. Das Gerät schaltet nach 120 Minuten Inaktivität automatisch ab. Eine 2 GB-Speicherkarte ist inklusive und schon im Gerät eingelegt. Zusätzlich sind ca. 350 MB interner Speicher verfügbar. Der Hanvon ist gut verarbeitet und so leicht, dass man ihn lange Zeit ohne Ermüdung halten kann.

Praxis-Erfahrungen

Das Lesen mit dem Gerät machte mir jedenfalls Spaß, man kann auch durch Knopfdruck und Drehen des Geräts quer lesen, wodurch die Zeilenlänge zunimmt. Die Schriftgröße kann in 3 Stufen gewählt werden. Das reicht völlig aus, wenn das jeweilige Ebook vernünftig gestaltet wurde. Es soll aber auch Ausreißer geben, bei denen die Schrift auch bei der kleinsten Stufe noch zu groß ist. Insofern wären 5 Stufen besser gewesen. Die gelegentlichen Abstürze trüben das Vergnügen allerdings etwas und erfordern einen Reset (Büroklammer). Aber das soll auch bei anderen Readern vorkommen. Das Wiederanfahren (booten) dauert ca. 30 Sekunden, Dateien werden dabei nicht beschädigt.

Das Umblättern funktioniert sowohl mit den Pfeiltasten, als auch mit einem Track-Wheel an der Seite. Man kann auch 10 Seiten auf einmal blättern oder mit den 10 Zahlentasten am linken Rand arbeiten (sowohl bei Menü-Funktionen, als auch bei Inhaltsverzeichnissen oder um die Seitenzahl einzugeben). Geladen (Strom & Daten) wird über die Micro-USB-Schnittstelle. Beim Umblättern wird der Bildschirm kurz dunkler, was mir aber nicht viel ausmacht. Eine Suchfunktion ist nicht eingebaut.

Der Reader wird mit 1 GB an Büchern in englischer Sprache geliefert. Das Format HTXT bedeutet, dass diese Bücher nur auf dem speziellen Reader gelesen werden können. Man kann sie löschen und kopieren, aber nicht auf dem PC lesen.

Überhaupt, ich habe inzwischen bereits die halbe Weltliteratur auf dem N516. Nach 70 Jahren läuft der Urheberrechtsschutz ab und die Werke von Goethe und Schiller z.B. sind kostenfrei oder für sehr wenig Geld (z.B. Projekt Gutenberg) zu haben. Hoffentlich lese ich das auch noch alles. Eine Ausrede gibt es für mich jedenfalls nicht mehr.

Zusammenfassung:

 

Vorteile: 
  • Linux-Betriebssystem V. 2.6
  • Automatische Lesezeichen bei den 9
  • zuletzt gelesenen Büchern, weitere möglich
  • Schönes Etui mit Magnethalterung
  • normale 3,5er Kopfhörerbuchse
  • Geringer Stromverbrauch (Display nur beim Seitenwechsel) Akku reicht für ca. 7000 Seitenwechsel
  • Gute Lesbarkeit, sowohl bei schwachem (relativ), als auch bei hellem Licht (sehr gut)
  • Leichte Bedienbarkeit nach kurzer Einarbeitung
  • Gummiertes Plastikgehäuse, liegt gut in der Hand
  • Musik hören während des Lesens möglich
  • Viele Ebook-Formate verwendbar
  • S/W – Bilder und Grafiken (bis 2000 x 1500 Pixel) werden angezeigt
  • Sprachnotizen möglich
  • Gute Verarbeitung und leicht (171 Gramm ohne Etui)
Nachteile:
  • Gelegentliche Abstürze (Einfrieren) – Reset (ca. 30 Sek.) notwendig
  • Kein Passwortschutz für das Gerät
  • Akku nicht austauschbar
  • Keine Unterordner bei den MP3-Dateien
  • Keine Lesezeichen (Bookmarks) bei den MP3-Dateien (z.B. Hörbüchern), nur ein „resume“
  • Langsamer Seitenwechsel
  • Langsames Hochfahren (ca. 38 Sekunden)
  • Nur 3 Schriftgrößen-Stufen
Hersteller-Angaben:
Quellen für (preiswerte) Bücher:

Auch auf den englischsprachigen Seiten gibt es deutsche Bücher! Das Urheberrecht kann aber von Land zu Land etwas differieren. Ich übernehme keine Garantie.

Fazit

Ich kann das Gerät für diesen Preis ohne weiteres empfehlen. Mehr kann man im Augenblick für das Geld nicht verlangen und man kann dafür die paar Nachteile hinnehmen. Etliche davon sind auch bei teureren Geräten zu finden, sowie einige neue Macken.

Verbesserungen bleiben der Zukunft vorbehalten. Mit „OpenInkpot“ soll sogar das Umblättern schneller gehen. Ein paar Dinge gehen aber im Moment mit dem alternativen Betriebssystem auch gar nicht oder noch nicht. DRM soll es verständlicherweise nie geben, was aber auch mal ein Nachteil sein kann, wenn man unbedingt schnell ein bestimmtes Buch haben will, das man anders nicht beschaffen kann oder will Wink

eBook-Reader

Hallo ReHo, diesen Artikel habe ich mit großem Interesse gelesen. Er ist sehr informativ. Zwar werde ich mir so schnell keinen eBook-Reader kaufen. Ich habe aber schon einmal daran gedacht, eBooks auf mein Netbook ASUS EeePC1000H zu laden. Dort kann ich mit einer 2-Fingergeste das Objekt drehen. Ich müsste also im Hochformat lesen können. – Einfach mal, um zu versuchen, ob mir das Spaß machen würde. Super, dass Du einige Quellen aufgeführt hast. Ich habe da sofort mal nachgesehen und einige Bücher im RTF-Format heruntergeladen. Eines schönen Tages kommt mir auch ein eBook ins Haus. Es dürfte um etliches bequemer zu handhaben sein als mein Netbook.

eBook-Reader

Vielen Dank, Renate, für die Blumen. Es ist durchaus vernünftig, das ganze erst mal auf dem PC bzw. Laptop auszuprobieren. Da hat man sogar noch den den Vorteil, dass man Bilder und Grafiken in Farbe und im großen Format bewundern kann. Im Bett kann man damit aber nicht so gut lesen. Smile Der Hanvon ist natürlich leider auch keine eierlegende Wollmilchsau. Z.B. habe ich einen Comic als PDF heruntergeladen. Den konnte ich nicht lesen, weil die ganze Seite formatfüllend auf dem kleinen Display angezeigt wurde und so viel zu klein zum Lesen war. Aber den Jerry Cotton habe ich schon durch. Wenn man testet muss man ja mit was Leichtem anfangen und das war der erste Jerry Cotton seit über 40 Jahren ! So kanns weitergehen. Der IPad von Apple soll ja spiegeln, das Gerät ist bedeutend schwerer und braucht viel Strom. Das ist auch nicht das wahre. Meine Batterieanzeige ist bisher noch keinen Millimeter zurückgegangen ! Aber der Markt kommt in Bewegung und wenn man noch warten kann, erwischt man bestimmt noch was besseres. In meinem Alter kann man allerdings nicht mehr so lange warten, sonst ist man schon tot, bevor man anfängt Sad Es ist trotzdem nicht gesagt, dass das mein letzter Reader war. Also viel Spass mit den Ebooks !!! Reho

eBook-Reader

Hallo ReHo, G-man Jerry Cotton. Diese Heftchen gehörten in meiner Schulzeit in den 50er Jahren zu meiner Liebslingslektüre. Und was Alter & technische Geräte betrifft, so greife ich in der Regel auch hemmungslos zu. Ich komme aber mit dem Lesen der Bedienungsanleitungen nicht annähernd nach. Ich werde noch ein wenig warten, obwohl das Stundenglass rinnt. Das nächste Objekt meiner Begierde ist ein Internet-Radio. Ob jemand von uns damit schon Erfahrung hat? Renate

Internet-Radio

also, ich hatte noch keines in Betrieb, aber für mich würde sich das nicht lohnen. Die Dinger muss man auf jeden Fall ins Heim-Netzwerk einbinden und ich arbeite aus verschiedenen Gründen mit Kabel. Das ist mir zu umständlich. Ich kann schon seit langem über Kabel-BW zahlreiche weit entfernte Sender hören und seit einiger Zeit sogar direkt am Fernseher Radiosender digital aufrufen. Allerdings widerstrebt es mir, das Bild nutzlos mitlaufen zu lassen. Aber da bei mir sowieso der PC Tag u Nacht läuft, wäre ein extra Internet-Radio auch deswegen unnötig. Dafür gibt es ja zahlreiche kostenlose Programme. Habe mir gestern z.B den "Zone-Alarm", den ich schon lange als Firewall verwende, auf meinen neuen PC installiert. Ausnahmsweise habe ich auch mal die Zone-Alarm-Toolbar als Add-on für den Firefox zugelassen (man kann, wenn es stimmt, abschalten, dass er "nach Hause" telefoniert) Jedenfalls hat die Toolbar Bedienelemente für ein Internet-Radio integriert. Das reicht mir völlig aus. Man kann massenhaft neue Sender suchen und einstellen. Das wäre meine Alternative, mfg Reho

Interessanter Bericht, danke!

Interessanter Bericht, danke! Der OYO, den wir von Thalia zum Testen bekommen haben, war dagegen weniger überzeugend. Ach ja, wer kostenlose Hörbücher sucht, kann hier mal lesen: http://www.auge.de/usermagazin/vermischtes/librivox-hoerbuecher-open-source http://www.auge.de/usermagazin/internet/hoerbuchklassiker-hoerbuchcc-jet... http://www.vorleser.net/

Passwortschutz

merci, seit dem letzten Softwareupdate hat das Gerät jetzt übrigens auch den von mir vorher vermissten Passwortschutz !