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Skylake ist da!

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Was ist Skylake? Kurz gesagt, die neueste Prozessor-Familie von Intel. Genauer gesagt, die 6. Generation der Core-i-CPUs, erkennbar an der führenden "6" in der vierstelligen Prozessornummer.

Historie

Wie in diesem Artikel dargelegt, erschien die letzte CPU-Serie mit dem Namen Broadwell und der führenden "5" bei der CPU-Nummer in 2014. Erste Vertreter dieser Art kamen dann im Januar 2015 in den Handel - allerdings praktisch nur in der absoluten Stromsparvariante "U", und damit nur für den Notebookeinsatz geeignet - und hier noch nicht einmal für besonders leistungsfähige Exemplare. In dieser U-Variante hatten die CPUs alle nur zwei echte Kerne. Gerade erst vor ca. vier Wochen (ich schreibe dies Anfang August 2015) erschienen mit den Prozessoren i5-5675C und i7-5775C zwei für den Desktop-PC geeignete Broadwell-Vertreter. Echte Vierkerner für Notebooks habe ich immer noch nicht gesehen, sollten aber eigentlich zeitgleich erscheinen.

Diese Prozessoren passen noch in die Fassung S1150, benötigen aber Chipsätze aus der "9"er Serie, zum Beispiel den H97. (Zusätzliche Informationen können AUGE-Mitglieder auch dieser Vortrags-Dokumentation entnehmen.)

Skylake

Und nun, Mitte August 2015 kommt schon die Nachfolgegeneration, eben Skylake, auf den Markt - und zwar gleich mit zwei Desktop-CPUs: den i5-6600K und den i7-6700K. Dazu benötigt man allerdings ein neues Mainboard: Bevorzugt wird der Z170-Chipsatz und der Sockel heißt jetzt S1151.

Skylake ist in der Intel-Nomenklatur ein "Tock", also der Übergang auf eine neue interne Technologie. Wir sind im Fertigungsprozess immer noch bei 14 nm.

Technische Daten gibt es zu den Prozessoren schon - erste Tests werden sicher in den nächsten Ausgaben der einschlägigen PC-Zeitschriften sowie im Internet zu sehen sein. Die i5-CPU hat vier echte Kerne, 6 MB Third-Level-Cache,  und läuft mit 3.5 GHz (Turbo bis 3.9). Die i7-CPU läuft mit 4.0 GHz (Turbo: 4.2), besitzt über Hyperthreading nun acht  Kerne (vier echte und vier virtuelle)  und hat 8 MB Third-Level-Cache. Der Second- und der Third-Level-Cache werden über eine geänderte Architektur nun schneller angesprochen. Beide CPUs haben eine TDP von 95 W und können - je nach Board - 2× DDR3L-1600- oder 2× DDR4-2133-Speicher-Bänke nutzen.
Die eingebaute Grafik, die natürlich auch aufgerüstet wurde, kann DirectX 12. Sie wird nun HD Graphics 530 genannt (Intel hat die alten Nummern anscheinend durch 10 geteilt?!) und besitzt bei diesen CPUs 24 "Execution-Units", was etwa 192 Shadern entspricht. Die DirectX 12-Implemenation scheint recht vollständig zu sein.

Z170

Asrock Z170 Extreme 7+Dies ist - wie gesagt - der passende Chipsatz zu den Skylake-CPUs. Es gibt ihn schon in mehreren Versionen und verschiedenen Ausprägungen. Asrock hat vor zwei Tagen das Board  Z170 Extreme7+ vorgestellt: Vier PCIex 3.0x16-Steckplätze, zwei in der Form PCIex 3.0x1, vier SATA-6G-Buchsen, drei SATA-Express-Schnittstellen sowie drei M.2-Steckplätze (für noch schnellere SSD-Anbindung), vier USB-3.1- sowie je acht USB 3.0- und USB2.0-Buchsen und zwei Gigabit-LAN-Ports sind schon eine beeindruckende Ausstattung. HDMI-2.0, Display-Port und DVI-D sind die Videoanschlüsse - also, wie vorausgesagt, kein VGA mehr! Vier DDR4-Steckplätze fassen maximal 64 GB RAM - mehr geht zur Zeit im Home-Bereich nicht. (Auf der Asrock-Seite findet man das Board noch nicht - das Bild stammt von hardwareluxx.de.) Asrock soll neun Boards mit dem Z170 vorbereitet haben - das Extreme 7+ ist sicher das leistungsstärkste.

Ausblick

Einem Tock folgte bei Intel bisher immer ein Tick, und umgekehrt - aber diesmal will Intel davon abweichen und im Herbst '16 „Kaby-Lake"-CPUs auch in 14 nm erscheinen lassen. Man könnte das Ganze dann auch als „Skylake-Refresh“ bezeichnen. Erst in der zweiten Hälfte '17 sollen die in 10nm-Technologie gefertigten „Cannon-Lake“-CPUs erscheinen - und damit der "Tick" vollzogen werden.

Ganz nebenbei: Moores‘ Law aus dem Jahr 1965 kann damit nicht mehr eingehalten werden. Statt in 2 Jahren verdoppelt sich dann die Anzahl der Transistoren in einer CPU erst in 2,5 Jahren. Aber dazu ein Hinweis: Das „Gesetz“ wurde sowieso schon mehrfach angepasst: erst waren es 1, dann 1,5 und dann erst 2 Jahre.

Nachtrag

Unterdessen, etwa eine Woche später, findet man die benannten Boards auf der Asrock-Seite. Dort sind 15 Modelle mit diesem Chipsatz aufgelistet!