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TrekStor eBook Reader Pyrus

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Wir hatten schon mehrfach Vorstellungen von eBook Readern. Aber Frank und eBook Reader??
Na ja, einige werden sich die Hände reiben, aber es gab einen aktuellen Grund. Beim Wühlen im Internet bin ich auf ein Buch gestoßen, was mich sehr interessiert. Es gibt 3 Versionen:
Hardback für EUR 146, Paperback für EUR 78,90 und „PDF for Digital Editions Format“ EUR 67,-.
Da fiel die Wahl leicht. Was es mit „Digital Editions Format“ auf sich hat, wurde mir erst nach der Bestellung bei eBooks.com klar. Es erfordert die Installation einer speziellen Software für Digital Rights Management von Adobe. Auf die 67,- kamen übrigens noch 19% MWSt.

Der erste Versuch, Adobe Digital Editions auf dem PowerMac, scheitert, da es nur auf Intel-Macs läuft. Auf dem MacBook ist es kein Problem, nach Anmeldung im Adobe-Club mit Einrichten eines Accounts. Rechner und Reader müssen autorisiert werden, was auf bis zu 6 Geräten möglich ist. Danach folgen Download und Import in Digital Editions Bibliothek und die Übertragung des Ebooks auf den eBook-Reader. Nachdem ich nun auf dem Laptop angefangen hatte zu lesen und es die Möglichkeit gibt, weitere Lesegeräte zu autorisieren, dachte ich daran, mir nun doch einen ebook-Reader anzuschaffen. Bedingung: kein Kindle! Möglichst billig mit Darstellung auch für PDFs und kompatibel zu Adobe DRM.

Beim Gurgeln bin ich bei Weltbild auf ein entsprechendes Gerät gestoßen. In einer Produktbewertung wurde aber darauf hingewiesen, dass es dieses Gerät auch bei Thalia gibt, mit längerer Batterielaufzeit. Da es dort mit EUR 49,99 auch noch billiger war, habe ich in Frankfurt nach Thalia gesucht und bin im Nord-West-Zentrum fündig geworden. Also nix wie hin und gekauft. Vor allem die Schriftdarstellung hat mich bei dem ausgestellten Testgerät überzeugt.

Bei dem Gerät handelt es sich um den eBook-reader Pyrus von TrekStor. Darstellbare Formate sind EPUB, FB2, HTML, PDB, PDF, RTF, TXT.

 

Eine Notiz auf dem Reader weist ausdrücklich darauf hin, dass das Gerät keinen Touchscreen hat. Damit kann ich leben.

Die Angabe, dass der Akku mehrere Wochen hält, ist hoffentlich ein Hinweis auf die Laufzeit mit einer Ladung und nicht auf die Lebensdauer des Akkus.

Im Vergleich zu meiner zarten, aristokratischen Hand hat man eine Vorstellung von der Größe. Das Bild zeigt zudem den Startbildschirm mit verschiedenen Untermenüs, dem zuletzt gelesenen Buch und geladenen Texten.

Von links nach rechts finden wir den Slot für die zusätzliche Speicherkarte (32 GB), USB für den Import der Dateien, den Taster für Ein/Aus und Bereitschaft und die Ladeanzeige. Trotz Aufspielen einiger umfangreicher Texte ist auf den internen 2 GB noch viel Platz, sodass kein zusätzlicher Speicher notwendig ist. Der Reader hat keinen Webzugang.

Ganz links und rechts außen sind zwei Metallklammern zu sehen, die vermutlich der (De-)Montage dienen. Vielleicht zum Akkuwechsel. Das wird aber nirgends beschrieben.

Im Bild links sind noch einmal alle Bedienelemente und Anschlüsse beschrieben. Die Vor- und Rückblätterntasten sind jeweils zweimal vorhanden. Das macht Sinn, wenn auf Querdarstellung umgeschaltet wird. 

Im Menü (s. Bild rechts) kann ich die Texte mit gesetzten Lesezeichen auswählen. Schalte ich den Reader aus, merkt er sich die letzte gelesene Seiten. Leider vergisst er die, wenn ich zwischendurch einen anderen Text öffne. Es empfiehlt sich deshalb immer, ein Lesezeichen vor dem Ausschalten zu setzen.

Der Zugriff auf die Bibliothek entspricht dem Startbildschirm, „Mehr eBooks“ enthält nur einen Hinweis auf das Web, da der Reader selbst keinen Zugang ermöglicht. Mit „eBooks suchen“ starte ich die Texteingabe, um nach Titeln zu suchen. Das ist aber mühsam und geht durch Blättern in der Bibliothek viel schneller.

Mit dem Explorer werden z.B. auch Systemdateien aufgelistet, die aber nicht bearbeitet werden können. Unter Bilder wird die Galerie mit Möglichkeit zu einer Diaschau aufgerufen. Die Darstellung ist allerdings sehr eingeschränkt.

Unter den Einstellungen werden folgende Möglichkeiten angeboten:

  • “Anzeige aktualisieren“ bietet verschiedenen Möglichkeiten für den Bildschirmrefresh um das Ghosting zu vermeiden. Es entsteht dadurch, dass beim Blättern die vorige Seite nicht vollständig gelöscht wird und durchscheint.
  • Das Power-Management bestimmt die Zeitspanne, nach der das Gerät ohne Nutzung abgeschaltet wird oder in den Bereitschaftsmodus geht.
  • Wichtig für den Servicefall ist evtl. die Geräte-Info.
  • Zuletzt folgt der DRM-Status.

In der Bibliothek werden die Texte mit den Formaten aufgelistet. Sind Lesezeichen enthalten, wird das durch einen Stern über dem Format gekennzeichnet.

Im epub-Format wird die Schrift in einer mittleren Größe dargestellt und ist sehr gut zu lesen.

Gelegentlich gibt es aber Probleme mit der Schrift, wie diese txt-Datei der Odyssee nach Voss zeigt. Die Umlaute werden falsch dargestellt.

Innerhalb des Textes kommt man mit der zweiten Taste von links in ein Menu. Das erlaubt das Entfernen und Setzen von Lesezeichen. Das geht allerdings nur seitenweise. Die Schriftgröße lässt sich zwischen S und XXXL einstellen, Schriftart, Zeilenabstand und Seitenrand wirken nur im txt-Format.

In PDF ist die Voreinstellung der Schriftgröße S, um lesbar zu sein, muss aber XXXL eingestellt werden.

Bei den Schriftarten hat man nur die Auswahl zwischen Standard und Serif.

Für die Suche im Text oder in der Bibliothek ist die Texteingabe aufzurufen, die allerdings mühsam mit den Navigatortasten zu bedienen ist. Nach dem Ergebnis kann mit den Blätterntasten vor und zurück gesucht werden.

 

Das Buch, was mich zum Kauf des Readers veranlasst hat, ist leider derart formatiert, das eine Seite selbst im Querformat nicht auf den Bildschirm passt. Man muss deshalb ständig hin und her scrollen. Komplexere Grafiken, von denen diese Ausgabe einige enthält, benötigen bis zu einer Minute Ladezeit.

Um Texte mit fremden Schriften wie Griechisch, Kyrillisch oder Devanagari darstellen zu können, hatte ich gehofft, mit dem rtf-Format eine Möglichkeit zu haben. Leider funktioniert das nicht. Man muss vorher in PDF konvertieren.

Ein Beispiel mit Devanagari zeigt ein Problem. Der Rand der linken Spalte ist teilweise verdeckt, wenn man zur rechten Spalte gescrollt hat.

In PDF-Dateien gibt es aber noch einen Menüpunkt „Nur Text (Reflow)“, mit dem sich auch eine deutlich größere Darstellung ergibt.

Grafiken werden dabei aber unterdrückt. Leider geht das bei dem vorigen Beispiel nicht. Wahrscheinlich wegen der Striche als Spaltentrenner.

Der Explorer führt in einige Unterordner.

Unter Digital Editions finden wir neben Systemdateien einen Unterordner Typesetting.

Ich hatte gehofft, darin ttf-Schriftsätze für fremdsprachige Texte unterbringen zu können. Funktioniert leider nicht. Es gibt nur tps-Dateien, die wohl nur die oben vorgestellten Einstellungen zulassen.

Es gibt auch die Möglichkeit Bilder in den Formaten BMP, JPEG, GIF (nicht animiert), PNG darzustellen, auch als Diaschau, allerdings nur in 16 Graustufen. Aber das ist schon recht brauchbar.

Fazit

Für Texte im epub- und txt-Format ist eine sehr gute Darstellung möglich, bei txt allerdings u.U. mit Problemen bei Umlauten. PDF ist, wie wohl auch bei anderen Readern, teilweise problematisch aber
ausreichend. Insgesamt ist die Bedienung brauchbar, manchmal, wie beim Suchen, etwas schwerfällig.

Als preisgünstiges Einsteigergerät ist das Gerät durchaus zu empfehlen, wenn man bereit ist, auf Features wie Internetanbindung oder Touchscreen zu verzichten.