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Geld verdienen mit Werbung im Internet - Teil 1

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Wer mit der eigenen Webseite etwas Geld verdienen möchte, um z.B. die Betriebskosten der Seite hereinzubekommen, wird wohl als erstes an die Einbindung von Werbung denken. Da die Seitenbesucher heutzutage eher zahlungsunwillig sind und oft erwarten, dass Inhalte oder Leistungen kostenlos angeboten werden, dürfte der Einsatz von Bezahlsystemen wie Flattr oder Paypal auch eher selten erfolgreich sein. Dagegen ist man beim Einblenden von Werbung nicht vom Zahlungswillen der Seitenbesucher abhängig, sondern vom Anzeigenbudget der Werbekunden - aber auch von der Bereitschaft der Besucher, die Werbung anzunehmen. Bevor man nun den Einsatz von Werbung auf der eigenen Webseite prüft, sollte man sich zuerst mit den verschiedenen Werbearten vertraut machen und ihre Eigenarten, Vor- und Nachteile kennenlernen. Dieser Artikel soll Licht ins Werbedunkel bringen und Antworten auf die folgenden Fragen geben:

  • Welche rechtlichen Auswirkungen hat der Einsatz von Werbung auf meiner Webseite?
  • Welche Werbemittel gibt es und wie wirken sie auf Besucher?
  • Welche Möglichkeiten haben Besucher, sie auszublenden?
  • Wie wird die Werbung, bzw. das Werbemittel auf der eigenen Webseite eingebunden?
  • Wie ist der Vergütungsmechanismus?
  • Wie sieht meine Zielgruppe aus?

Hat man sich mit dem Thema auseinandergesetzt und eine Entscheidung für eine oder mehrere Werbeformen getroffen, so kann man sich als Vertriebspartner (oft auch als Affiliate bezeichnet) versuchen und bei geeigneten Werbeprogrammen bewerben.

Rechtsfragen

Im Wesentlichen geht es in diesem Beitrag um die Werbung selber. Aber zumindest möchte ich auf mögliche rechtliche und steuerliche Folgen hinweisen, die mit dem Einsatz von Werbung auf der eigenen Homepage verbunden sind. Insbesondere muss man sich im Klaren sein, dass beim Einbinden von Werbung auf der eigenen Webseite diese einen kommerziellen Charakter bekommt. Wer ohnehin gewerblich eine Seite betreibt, dürfte damit kein Problem haben. Für bisher rein private Seite kann dies aber bedeuten, dass man plötzlich mit Fragen des Wettbewerbs- oder Markenrechts konfrontiert wird. Außerdem sollte man berücksichtigen, dass mit der gewerblichen Tätigkeit auch steuerliche Pflichten verbunden sind und eine Gewerbeanmeldung notwendig sein kann - zumindest wenn man Gewinne erzielen möchte. Auch sollte man unbedingt die Informationen lesen, die die Anbieter der Werbeprogramme bereitstellen und strikt beachten, was die Werbepartner an Beschränkungen für den Einsatz der Werbemittel vorgesehen haben.

Die Werbemittel - von unaufdringlich bis obernervig

Werbeblock mit TextlinksWerbung kann auf einer Webseite in den verschiedensten Formen daher kommen. Als einfacher Textlink, als Werbebanner (animiert oder auch nicht), als Popup-/Popunder-Fenster, als Flash-Animation oder als Overlay, das sich über den eigentlichen Seiteninhalt schiebt. Nicht immer ist diese Werbung gleich als solche zu erkennen. Vor allem bei Textlinks gibt es Seitenbetreiber, die solche Links direkt in den eigentlichen Content einer Seite einbinden. Statt weiterführender Informationen zu einem Stichwort landet man dann auf einer Werbeseite. Aber natürlich können Textlinks auch ganz normal in einem Werbeblock platziert werden. Der Werbeblock in der rechten Spalte von auge.de ist ein Beispiel dafür.

Werbebanner in Form von animierten oder nicht animierten Grafiken hat sicher jeder schon einmal gesehen. Sie erzeugen mehr Aufmerksamkeit als die reinen Textlinks, werden dafür aber in der Regel auch sofort als Werbung identifiziert und nicht weiter beachtet. Es haben sich mittlerweile zahlreiche Standardformate etabliert. Diese reichen von wenig aufdringlichen 120x20 Pixel großen Grafiken bis zu 980x120 Pixel großen Ungetümen, die leicht ein Viertel einer Seite einnehmen können. Häufig lassen sie sich durch Werbeblocker automatisch ausblenden.

Deutlich aufdringlicher sind dagegen Popup-Fenster. Hier wird mit Hilfe von Skripten ein zusätzliches Browserfenster geöffnet in dem die Werbung erscheint. Dies bietet dem Werbenden eine größere Werbefläche. Seitenbesucher fühlen sich dagegen häufig durch solche Pop-Ups gestört und unterdrücken sie mit Hilfe von Skript- oder Werbeblockern. Eine sogenannte Reloadsperre verhindert, dass ein einzelner Besucher mehrfach gezählt wird bzw. mehrfach ein Popup angezeigt bekommt. Ein Vorteil für den Webseitenbetreiber ist, dass durch Popup-Werbung kein Platz für Werbeflächen auf der eigenen Webseite verbraucht wird und dieser damit für andere Inhalte zur Verfügung steht.

Im Gegensatz zum Popup ist das Popunder (oder Popdown) ein weniger aufdringliches Werbemittel. Ebenso wie beim Popup wird beim Besuch der Webseite ein neues Browserfenster geöffnet, in dem die Werbung angezeigt wird. Es öffnet sich jedoch nicht im Vordergrund, sondern wird im Hintergrund geöffnet. Der Seitenbesucher sieht somit das neu geöffnete Fenster zunächst nicht, so dass die Gefahr, dass er es sofort wegklickt (noch bevor es gewertet wurde), geringer ist. Unterdrücken lässt es sich genauso wie ein Popup.

Layer-Ads sind die wohl nervigste Werbeform überhaupt. Dabei werden Anzeigen über den eigentlichen Inhalt einer Webseite gelegt, den sie damit zu einem mehr oder weniger großen Teil verdecken. Diese Werbemittel werden nicht wie Popup-Fenster in Form eines neuen Browserfensters geöffnet werden, sondern per DHTML oder Flash als Ebene eingebaut. Für den Werbeanbieter hat diese Werbung den Vorteil, das sie durch die in den Webbrowsern integrierte Popup-Blockern nicht immer unterbunden werden kann. Besonders unangenehm sind diese Werbemittel, weil ihre Anbieter mit verschiedenen Methoden versuchen, das Anklicken der Werbeanzeigen zu erzwingen oder den Benutzer für einen längeren Zeitraum mit dem Werbemittel konfrontieren. Die Methoden dazu sind beispielsweise das Verstecken des Bedienelementes zum Schließen oder eine von den gewohnten Konventionen abweichende Anordnung oder Funktionsweise diese Schaltflächen. Damit kann häufig erreicht werden, dass der Besucher ein neues Werbefenster öffnet, obwohl er eigentlich beabsichtigt hatte die Werbung zu schließen. Aber auch ein zwangsweises Öffnen eines weiteren Werbe-Popups ist nicht unüblich. Unterdrücken lässt sich diese Art der Werbung z.B. mit dem Firefox-Plugin NoScript. Der folgende Screenshot zeigt ein Beispiel für ein Layer-Ad auf einer Seite die als Mirror verschlüsselte Aufnahmen von OnlineTV-Recorder anbietet.

Beispiel für ein Layer-Ad über dem Seiteninhalt

Übrigens ist es bei diesen Mirrorseiten durchaus nicht unüblich Besucher, die die für die Finanzierung des Angebotes notwendige Werbung per Werbeblocker unterdrücken, von der Nutzung des Mirrors auszuschließen.

Gesponserte Postings sind vor allem in Blogs ein beliebtes Werbemittel. Hierbei handelt es sich um Beiträge, die entweder der Werbetreibende geliefert hat, oder die der Blogbetreiber mit mehr oder weniger umfangreichen Vorgaben erstellt hat. Die Vorgaben können dabei die Verwendung von Keywords, die Verlinkung, das Einbinden von Grafiken oder den Umfang des Textes betreffen. Vergleichen lassen sich diese gesponserten Postings mit den umfangreichen Werbeseiten in Zeitschriften, die Aussehen, wie redaktionelle Inhalte und erst bei genauerem Hinsehen als Werbung zu erkennen sind - oft steht nur ein sehr kleiner Text "Anzeige" oben am Rand oder es handelt sich sogar um ein "Heft im Heft" mit eigenem Impressum und Seitennummerierung. Ein Ausblenden dieser Werbemittel ist praktisch unmöglich, da sie sich kaum vom normalen Content unterscheiden lassen. 

Fortsetzung folgt

Soweit soll es das fürs Erste gewesen sein. Der bald folgende zweite Teil des Artikels steigt dann tiefer in die Materie ein: Wie kommt die Werbung auf meine Seite und wie funktioniert die zentrale Vergütung? Dies sind die zentralen Fragen, die dort beantwortet werden.