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Freeware Games – Kostenloser Spaß, Teil 3

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Kostenlose Geschicklichkeitsspiele haben wir uns schon beim letzten mal angesehen, jetzt geht es aber um solche, die (bis auf eine kleine Ausnahme) auf Einzelspielerspaß zugeschnitten sind. Schließlich hat man nicht immer Mitspieler parat und will sich auch mal allein entspannen.

Neverball (& Neverputt)

 

Screenshot von Neverball

Hier haben wir mal wieder eine simple, altmodische Idee im modernen Gewand. Ein Ball rollt über eine hindernisreiche Spielfläche und sammelt Münzen durch Berührung ein. In den meisten der 75 Levels müssen nicht alle eingesammelt werden um den Ausgang zu öffnen, es ist eine bestimmte Menge als Ziel vorgegeben, allerdings auch ein mitunter knappes Zeitlimit. Fällt der Ball in einen Abgrund oder die Zeit läuft ab, verliert der Spieler ein "Leben". Allerdings kann man auch nach dem "Game Over" immer wieder das zuletzt erreichte Level im Menü anwählen und von da an weiterspielen. Das Spiel läuft in echter 3D-Grafik ab und der Spieler steuert nicht einfach den Ball. Stattdessen kontrolliert man durch Bewegen der Maus die Neigung der Spielfläche und lässt so die Kugel rollen. Dadurch lässt sich auch die Geschwindigkeit des Balls regeln, auf die man natürlich besonders achten muss, wenn er auf einen Abgrund zurollt, denn zum Abbremsen muss man frühzeitig in die Gegenrichtung neigen. Aber auch gegen Wände sollte man nicht zu schnell rasen, da die Kugel sonst unkontrolliert abprallt. In späteren Levels ist das eine richtig knifflige Angelegenheit. Die dafür nötige Physik ist glaubhaft umgesetzt. Die grafische Darstellung ist eher einfach gehalten, aber ausreichend.
Beim Download von Neverball gleich "mitgeliefert" ist das Minigolfspiel Neverputt, das die gleiche Technik verwendet und, im Gegensatz zur eigentlichen Prämisse dieses Artikels, auch zu viert gespielt werden kann (abwechselnd an einem Computer). Auf der offiziellen Homepage finden sich Downloads für diverse Betriebssysteme für PC und Mac.

 

De Blob

Screenshot von De Blob

Nein, es handelt sich nicht um einen Tippfehler, das Spiel stammt aus Holland und heißt wirklich "De Blob". Es wurde von Studenten der Universität Utrecht entwickelt und ist wohl das einfallsreichste Spiel in dieser Auflistung. Der außerirdische, kugelrunde Blob stürzt in einer schrägen Comic-Version von Utrecht ab, die von Männchen aus wandelnder Farbe bewohnt wird. Durch Überrollen dieser Wesen kann er ihre Farbe aufnehmen und dann durch Anstoßen die Gebäude der Stadt einfärben. Fernhalten muss er sich von den schwarzgekleideten Agenten der "I.N.K.T." (ink = Tinte), die ihn schwarz färben. Das hindert ihn daran, andere Farben zu absorbieren, bis er sich in einem Gewässer wieder abwäscht. Das Einfärben von Häusern, Autos, etc. bringt Punkte, eigentliches Ziel sind aber 17 Utrechter Wahrzeichen, die in einer bestimmten Farbe bemalt werden müssen, indem man eine Zielmarkierung an ihnen trifft. Dazu muss man oft kleinere Hindernisparkoure durchlaufen. Zusätzlich kann man die umfangreiche Stadt nach 50 versteckten Münzen durchsuchen. Allerdings hat das Spiel nicht wirklich ein Ende und es gibt praktisch nur ein großes Level, aber insbesondere Kinder dürften auch Spaß daran haben, einfach ziellos durch die Stadt zu rollen und alles einzufärben. Die Grafik ist farbenfroh, enthält viele liebvolle Details und ist wie die Soundkulisse fröhlich und witzig. Damit übt das Spiel zumindest kurzzeitig eine Faszination aus, der man sich kaum entziehen kann. Die Adresse in der Linkliste ist keine offizielle Seite, bietet aber neben einer Downloadmöglichkeit eine weitere Beschreibung des Spiels (auf englisch) und ein kleines Video, das einige kurze Gameplay-Beispiele zeigt.

Frets on Fire

Screenshot von Frets on Fire

Ist eine inoffizielle PC-Umsetzung Riesen-Erfolgs "Guitar Hero" für die "Playstation 2". Darin darf man sich wie der Gitarrist einer Rockband fühlen und etliche lizenzierte Songs nachspielen. Und darin liegt auch die Problematik der Konvertierung, denn Guitar Hero liegt ein spezieller Controller in Form einer etwas verkleinerten Nachbildung einer E-Gitarre bei, den man anstelle des gewöhnlichen Gamepads anschließt. Er hat fünf Knöpfe am Griffbrett, die die Bünde (engl. Frets) repräsentieren und mit den Fingern der linken Hand (bei Rechtshändern) bedient werden, und eine Wippe zum Anschlagen mit dem rechten Daumen. Für die Freeware-PC-Umsetzung dachte sich das finnische Team "Unreal Voodoo" folgende Lösung aus: Man nehme die Tastatur so in die Hand, dass die linken Finger auf den Tasten F1 bis F5 liegen und der rechte Daumen auf der Enter-Taste (und versuche dabei, sich nicht zu blöd vorzukommen Wink ).

So lässt sich Frets on Fire halbwegs wie Guitar Hero (GH) spielen. Der Spielablauf ist bei beiden gleich. Während das gewählte Lied läuft, läuft dem Spieler auf dem Bildschirm ein Band entgegen, auf dem die zu spielenden Töne markiert sind. Man muss also den richtigen "Bund" greifen und im richtigen Moment anschlagen. Schafft man es so, die Melodie bzw. den Rhythmus richtig nachzuspielen, klingt das Lied gut, ansonsten bekommt man diverse Misstöne zu hören. Bei schnellen Tonfolgen kann man sich dabei ganz ordentlich die Finger verknoten. Es gibt aber wählbare Schwierigkeitsgrade. Der fünfte Bund, für den man umgreifen muss, wird nur im schweren Modus verwendet, außerdem gibt es im einfachsten nur Einzeltöne und keine Akkorde, für die man zwei Knöpfe gleichzeitig drückt. Während GH bekannte Rock-Klassiker und moderne Hits enthält (wenn auch in nachgespielten Versionen), hat Frets on Fire nur drei unbekannte Stücke des Gitarristen Tommi Inkilä zu bieten. Allerdings gibt es einen Editor, mit dem man andere Lieder im OGG-Format einbinden kann. Auch GH-Songs können für Frets on Fire konvertiert werden. Das geniale Feeling des GH-Controllers, der auch noch einige zusätzliche Funktionen hat, kann Frets on Fire nicht ganz nachbilden, ein spaßiges und familienfreundliches Geschicklichkeitsspiel für Musikfreunde ist es allemal. Der Mehrspielermodus des Originals fehlt leider ebenfalls und es bleibt nur der Vergleich über Highscore-Listen. Auf der angegebenen Homepage gibt es auch Links zu Online-Ranglisten. Der Download des Spiels findet sich dort für Windows, Linux und MacOS X.

Beim nächsten Mal soll es um etwas tiefgründigere und umfangreichere Titel gehen, nämlich Strategiespiele, mit denen man schon mal ganze Nächte verbringen kann.

Links:
Jump'n'Run
Super Mario Blue Twilight DX (englisch):http://www.marioween.tk
Neo-Sonic Godspeed (englisch): http://www.filevolution.com/neo-sonic/
Super Tux (englisch): http://supertux.lethargik.org/
Halo Zero (englisch): http://www.halozero.new.fr

Geschicklichkeit
Tetrix: http://www.chronos-central.com
Frozen-Bubble (englisch): http://www.frozen-bubble.org
Bontago (englisch): http://www.bontago.com
Scorched 3D (englisch): http://www.scorched3d.co.uk
Neverball/Neverputt (englisch): http://neverball.org/
De Blob (englisch): http://www.fun-motion.com/physics-games/de-blob
Frets on Fire (englisch): http://fretsonfire.sourceforge.net/

Strategie
The Battle for Wesnoth (englisch): http://wesnoth.org
S.W.I.N.E. (englisch):http://www.stormregion.com

Action
Space Invaders OpenGL (englisch): http://spaceinvadersgl.sourceforge.net/
Dove (englisch): http://www.kauto.de
Nexuiz (englisch): http://www.nexuiz.com
Enemy Territory (englisch): http://www.enemy-territory.4players.de

Sport
Bolzplatz 2006: http://www.bolzplatz2006.de
ORF Ski Challenge 2007: http://skichallenge.orf.at/sc07
Trackmania Nations (englisch): http://www.trackmania.com