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Microsofts Visual Studio Express 2008

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Microsoft Visual Studio 2008 Express Edition – eine kostenlose Entwicklungsumgebung von Microsoft

Einstieg

Viele glauben es nicht, oder sind es nicht gewohnt: aber Microsoft stellt – und das nicht zum ersten Mal – eine komplette Entwicklungsumgebung zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Es handelt sich um das Visual Studio Express 2008. Sie können es sich über die Startseite des Projekts: http://www.microsoft.com/visualstudio/deu/products/visual-studio-express... herunterladen.

Was beinhaltet die Suite?

Man erhält einige Compiler, nämlich für Visual Basic 2008 Express Edition, Visual C# 2008 (Express-Edition) und Visual C++ 2008. Außerdem ist dabei die Visual Web Developer 2008 Express Edition, eine Entwicklungsumgebung für Web-Applikationen, die auf ASP aufsetzen. (ASP = Active-Server-Pages ist die Microsoft-Variante von datenbankgestützten Web-Inhalten.) Dazu gibt es noch den Microsoft SQL-Server 2008 Express sowie Zusatzsoftware wie „Popfly“, die hilft, z.B. Gadgets zu erstellen. Alle diese Produkte dürfen sogar zur Programmierung für kommerzielle Projekte eingesetzt werden.
Auf einer „Beispiele- und Ressourcen-Seite“ stellt Microsoft Programme/Projekte im Sourcecode zur Verfügung, welche einen Einblick in die Programmierstrategien geben. Beispiele im Spiele-Bereich, Web-2.0-Applikationen sowie Vista- oder Community-Anwendungen finden sich hier: zur Zeit (Anfang Dezember 2008) sind es 8 Stück.

Wie erhalte und installiere ich die Software?

Von der Microsoft-Seite lassen sich die Produkte einzeln herunterladen oder alle zusammen in einem ISO-Image einer DVD. Die Produkte setzen auf dem Framework .NET 3.5 auf, welches vorher installiert sein muss. Man findet es bei Microsoft im Downloadbereich. (Dieses „Framework“ stellt – quasi als „Layer“ eine Menge Klassen für die Programmierung bereit, „visuelle“ und „unsichtbare“, und führt den von den Compilern erzeugten „Zwischencode“ aus. Kennen wir schon? Richtig: wenn sie schon GAAANZ lange AUGE-Mitglied sind: das UCSD-Pascal für den Apple II funktionierte ebenso!)
Sowohl für das .NET-Framework 3.5 wie auch für die komplette Compiler-Suite ist unterdessen ein Servicepack (Nr. 1) verfügbar.

Unterstützung

Über die diversen Compilerseiten findet man außer den schon erwähnten Codebeispielen Einführungsvideos in die Arbeit mit den Compilern, eine umfangreiche Online-Hilfe sowie – nach Registrierung – Zugang zu Foren, in denen man mit Gleichgesinnten diskutieren kann.
Das Programmieren in verschiedenen Sprachen stellt ja für viele keine so große Herausforderung dar, das Entwickeln in vernetzten Umgebungen oder für „das Internet“ aber ist schon auf einem anderen Niveau. Microsoft bietet hier mit den zusätzlich kostenlos herunterladbaren „ASP.NET AJAX Control Toolkits“ eine Erweiterung an, die Web-2.0-Elemente recht einfach erstellen und in eigene Sites einbauen lässt.

Los geht’s!

Nach der Installation des recht umfangreichen Materials kann es losgehen. Der erste Bildschirm weist auf die verschiedenen Unterstützungen von Microsoft hin. Beispiele, Videos zur Einführung usw. werden links unten angeboten. Das mittlere Fenster zeigt „News“ an, die online nachgeladen werden. Das erste Projekt startet man links oben.

Im Bild sehen Sie die Startseite eines Visual-Basic-Projekts.

 
Nach dem Anklicken von „Neues Projekt erstellen“ wird man gefragt, welche Art von Applikation man programmieren möchte – als Einstiegsbeispiel ist wohl am sinnvollsten eine „Windows-Forms“-Applikation mit dem Ziel .NET 3.5 geeignet. „Windows-Forms“ sind die visuellen Komponenten (wie Knöpfe, Scrollbars, Menüs usw.), die in der .NET-Bibliothek vorhanden sind.
 
Wie man es unterdessen auch von anderen Entwicklungsumgebungen wie z.B. Delphi gewöhnt ist, startet das Programm mit einem leeren Formular.
 
Aus der Komponenten Bibliothek kann man sich die für das Programm notwendigen Kontrollelemente auf das Formular ziehen. Im Feld rechts unten sind die Eigenschaften des angewählten Kontrollelements sicht- und veränderbar. Hier kann z.B. die Beschriftung des Knopfes geändert werden.
 
 
Ein Doppelklick auf den Knopf schließlich aktiviert die Programmierung der Standardmethode eines Knopfes: er wird ja standardmäßig  „angeklickt“. Visual Basic Express erzeugt einen Prozedurrumpf zur „Click“-Methode, in den ich nur noch an der passenden Stelle meinen Code eintragen muss.
 
 

Fazit

Die Expresseditionen der Visual-2008-Suite können nicht für alle Problemlösungen genutzt werden. Eine der herausragenden Eigenschaften der Suite, Programmmodule in verschiedenen Sprachen zu erstellen, und diese dann zu einem gemeinsamen Projekt zusammen zu fügen, ist mit der Express-Edition wohl nicht möglich. Trotzdem bietet sie – wegen der ASP-Unterstützung und dem „kleinen“ SQL-Server eine Menge Möglichkeiten zur Programmierung und sollte für den „Heimbedarf“ durchaus ausreichen. Allerdings gibt es auch Konkurrenzprodukte – zumindest zu den Compilern. Zum Üben oder zum Erlernen einer „Microsoft-Sprache“ aber ist die Suite aber hervorragend geeignet.

Hinweis

In seinem Vortrag über die Suite in der RG600 stellte Reinhold Weniger im November besonders die Arbeit mit dem SQL-Server heraus. Es bedarf jedoch noch einiger Tools, um ihn sinnvoll zu administrieren. Das Skript zu seinem Vortrag liefert hier nähere Informationen.

 

Verlinkung

Im letzten Absatz wir auf "Das Skript zum Vortrag" von Reinhold Weniger hingewiesen...

Ermöglicht das neue CMS, dass dort direkt ein Link zum Skript eingetragen werden kann?

Ciao

dirk

Skript zum Vortrag...

Klar, habe ich eben angelegt - das Manuskript lag mir damals noch nicht vor, war aber schon angekündigt.