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Die USER-Konferenz 2010 zum Thema "Open Source - die Alternative?"

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Einleitung

Am 20.3.2010 fand sie statt, die "UK" – wie in den letzten Jahren üblich am Nachmittag des Tages, an dem am Vormittag die Mitgliederversammlung stattfindet. Hinzu kam, dass die ganze Veranstaltung in der Zeit lag, in der in Marktheidenfeld die Ausstellung „30-jährige Zeitreise durch die Computerwelt“ stattfand.
So stand dann die 9. User-Konferenz, die um 14:30h in der Baumhoftenne in Marktheidenfeld startete, unter dem Motto „Open Source - die Alternative?“. Es sollten Beispiele für den Einsatz von Open-Source-Software anhand konkreter Projekte gegeben werden. In der Mittagspause hatten sich alle gestärkt und für den Nachmittag meistens mit einem Stückchen Kuchen und einem Getränk gewappnet.

Vortragsprogramm

Den knapp 40 Besuchern wurden dann drei Vorträge zum Hauptthema angeboten:

- „Lazarus – eine freie Entwicklungsumgebung“ wurde von Peter Poloczek aus der Frankfurter RG vorgestellt. Dieses auf Free-Pascal basierende Programmiersystem läuft unter vielen Betriebssystemen und weist eine gewisse Kompatibilität zu dem früher von Borland entwickelten Delphi auf, das auch eine Weile unter dem Namen Kylix für Linux existierte. Free-Pascal wiederum ist weitgehend kompatibel zu dem berühmten Delphi-Vorgänger "Turbo-Pascal". Da viele Komponenten (so nennt man in dieser Umgebung die benutzten Elemente wie Formulare, Felder, Knöpfe, aber auch Module für den Datenbankzugriff etc.) für alle Betriebssysteme verfügbar sind, lässt sich der Source-Code betriebssystemunabhängig entwickeln und muss dann nur mit dem entsprechenden Compiler für Windows, Linux, MacOS/X oder was auch immer übersetzt werden, um ein ablauffähiges Programm zu erhalten.
Anhand von drei Beispielen wurden einmal die Standardkomponenten eines Lazarus-Programms, dann der Zugriff auf Datenbanken (am Beispiel einer Dbase-Datenbank) mit Lazarus und schließlich die Portierung eines Delphi-Projekts vorgeführt. (Schon direkt in der Pause nach dem Vortrag meldeten sich die ersten Interessenten für diese Entwicklungsumgebung beim Vortragenden.)

- "FreeMind", ein Mind-Map-Programm, wurde anschließend von Thomas Fries aus Marktheidenfeld selbst vorgestellt. Ein MindMap-Programm dient dazu - wie der Name schon andeutet - "Gedanken" zu einem Thema, die in nicht strukturierter Reihenfolge anfallen, in eine gewisse Struktur zu bringen und diese zu verdeutlichen. Der Vorteil der freien Software FreeMind ist danach noch, dass es - zumindest in der "max"-Version - in der Lage ist, die Darstellung nicht nur als Hypertext-Dokument abzulegen, sondern - wenn gewünscht - auch ins PDF-Format zu exportieren.
Auch dieses Programm ist für viele Betriebssysteme erhältlich.
Der Referent führte unter anderem vor, dass mit Freemind die Inhalte von Verzeichnissen visualisiert und verwaltet werden können, wie man Bilder einfügt, dass bei einem Klick auf einen Knoten z.B. auch eine Applikation wie Textverarbeitung gestartet werden kann, und dass - diesen Punkt hob er besonders hervor - eine ganze Mindmap mit einem Klick in ein Java-Applet umgewandelt wertden kann.
Zum Abschluss stellte er uns Alternativen und Erweiterungen zu dieser Software vor.
Im Nachhinein schrieb mir der Referent, dass er nun auch eine vollständig kompatible freie Variante zu freemind namens freeplane gefunden habe.

- "Website-Pflege mit Open-Source-Software" war schließlich der Titel der letzten Vorstellung - vorgetragen von Georg Simon, dem Leiter der Marktheidenfeldener Regionalgruppe. Er begann nach einer kurzen Pause im Anschluss an den Vortrag von Thomas Fries.

Wie das Bild zeigt, hat er ein System entwickelt, dass aus einem Bündel verschiedener Programme besteht und ihm - quasi interaktiv - erlaubt, eine komplette Website zu pflegen und aktualisieren. Änderungen können zeitnah "online" gestellt werden und die Website folgt der Strukturierung, die sein zentrales Programmelement vorgibt. Georg Simon betreut mit diesem System den einen oder anderen Internetauftritt, was er auch in seinem Vortrag den Zuschauern vorführte. In seiner Dokumentation (siehe unter "Links" unten) erfahren Sie mehr über die verwendeten Produkte. Um sie zu studieren, müssen Sie FreeMind (s.oben) installieren.

Zusatzinformationen

Nützliche Links:
Rundgang durch die Ausstellung in Marktheidenfeld
Stimmungsvoller Bericht über das AUGE-Wochenende
Präsentation zu "Lazarus"
Dokumentation zu "Freemind"
Dokumentation zur "Websitepflege mit Open Source"
UM-Artikel 1 zu Open Source
UM-Artikel 2 zu Open Source
Bildergalerie zum MV-/UK-Wochenende