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WebDAV-Freigabe in Windows als Netzlaufwerk einbinden

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Will man über das Internet auf Ressourcen zugreifen, die auf einem entfernten Server liegen, z.B. um dort Dateien zu bearbeiten, so bietet sich dafür WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning) an. WebDAV ist technisch eine Erweiterung des Protokolls HTTP/1.1, das jeder Webserver verwendet. Mit WebDAV kann man nicht nur einzelne Dateien auf oder von einem Server laden, sondern auch ganze Verzeichnisse auf einen Rutsch übertragen. Zusätzlich bietet es die Möglichkeit eine Versionskontrolle zu verwenden.

Windows beherrscht den Umgang mit WebDAV bereits seit der Version XP. Daher bietet es sich natürlich an, z.B. einem Notebook mittels WebDAV den Zugriff auf Server-Ressourcen zu ermöglichen. Leider gibt es auch unter Windows 7 noch immer keine Möglichkeit, einer WebDAV-Ressource einen Laufwerksbuchstaben zuzuordnen. Das kann unter Umständen problematisch sein, wenn man Software verwendet, die nur dann auf Dateien oder Verzeichnisse zugreifen kann, wenn diese über einen Laufwerksbuchstaben ansprechbar sind. Ein solches Szenario ist zum Beispiel das Synchronisieren von einem WebDAV-Verzeichnes mit einem einem lokalen Laufwerk über das Internet. Das kostenlose Tool Freecommander bietet solche Möglichkeiten. Es ist eine einfach zu bedienende Alternative zum Standard-Dateimanager von Windows und kann unter anderem Verzeichnisse auf verschiedenen Rechnern synchronisieren. Das funktioniert aber nur, wenn die Laufwerke auf dem entfernten Rechner auch einen Laufwerksbuchstaben besitzen - wie das z.B. bei freigegebenen Verzeichnissen auf anderen Windowsrechnern im lokalen Netz der Fall ist. Damit es auch mit WebDAV-Freigaben funktioniert, braucht man ein Tool, das diese mit einem Laufwerksbuchstaben verbindet. Genau das macht Netdrive von Macrodata. Neben WebDAV-Verzeichnissen kann es auch FTP-Ressourcen einen Laufwerksbuchstaben zuordnen. Damit unterscheiden diese sich nicht mehr von "normalen" Netzlaufwerken in Windows und Freecommander kann problemlos darauf zugreifen und mit den Dateien in den Verzeichnissen arbeiten.

Die Installation ist kinderleicht. Man lädt das Programm herunter und führt das Setup aus. Anschließend trägt man die gewünschten WebDAV-Freigaben in Netdrive ein und ordnet ihnen freie Laufwerksbuchstaben zu. Lässt man Netdrive beim Windows-Start automatisch starten und mit den Freigaben verbinden, so kann man bequem auf die dort gespeicherten Daten zugreifen - so, als würden diese auf einer lokalen Festplatte liegen.

Netdrive ist für den privaten (nichtkommerziellen) Gebrauch kostenlos. für den kommerziellen Einsatz benötigt man eine Lizenz, die ab 29 US-$ pro PC bei Macrodata erhältlich ist.

Netdrive: http://www.netdrive.net/download.html
Freecommander: http://www.snapfiles.com/downloads/freecommander/dlfreecommander.html

Das einzige Problem mit

Das einzige Problem mit Webdav und Netdrive ist, dass das ganze ein wenig - sagen wir mal: UNIXig funktioniert. Also zickig ist. Naja, es funktioniert schon alles, aber Umlaute und Sonderzeichen im Dateinamen? Nö, geht nicht. Wenn also jemand jahrelang die Freiheit genossen hat, zu äöüß-en in Dateinamen und Konstruktionen wie "Protokoll der (außerordentlichen) Mitgliederversammlung der grünen Mäuse e.V. am 13.2.1999.doc" abzuspeichern, der findet seine Dateinamen mit kryptischen Zeichen wieder und kann diese dann, sollte die Datei noch einmal bearbeitet werden, nicht speichern. Wenn man jetzt zwei Verzeichnisse synchronisiert, die einmal den Umlaut, einmal die Umschreibung hat ("Mäuse" und "Mäuse"), kann alle Dateien mit Umlaut und Sonderzeichen nicht synchronisieren, weil sie als andere Dateien erkannt werden. Blöd. Bei bestehenden Daten sollte man also Ordner und Dateinamen mit Umlaut korrigieren (also "Mäuse" in "Maeuse") und dann erst synchronisieren. Und bei allen neuen Dateien muss man auf die umständliche, längst nicht mehr gewohnte Schreibweise achten, sonst hat man immer Probleme.

Das ist ein Nachteil von

Das ist ein Nachteil von WebDAV, ja. Als Alternative böte sich dann VPN an. Da kann man dann wieder die Windosigen Wink Dateinamen verwenden.

Die Macianer sind da doch

Die Macianer sind da doch schon viel länger zügellos ... die müssen ja nicht mal Dateiendungen dranhängen und können schreiben, was sie wollen. Da ist Webdav doch noch sehr altväterlich ...

WebDav könnte bequemer sein...

Ja, das stimmt. WebDav ist halt eine Erweiterung des Webservers und Betriebssystem unabhängig. Und der ist halt nur fürs Internet zuständig und nicht für Desktop-Betriebssysteme und ihre Wünsche. Wink