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Windows XP - The final countdown

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Am 14.4.09 ist Schluss!

Das ist der Tag, an dem Microsoft den "normalen" Support für Windows XP einstellt. Es wird zwar in der Home-Version für "UMPCs", zur Zeit besser bekannt als Netbooks, weiter erhältlich sein, aber eben von Microsoft nicht mehr unterstützt. Das bedeutet, dass es nur noch Sicherheitspatches geben wird, und zwar bis zum 8.4.2014. "Neuerungen" und "Erweiterungen" sind nicht mehr zu erwarten. Allerdings gibt es die - mit wenigen Ausnahmen - seit Service-Pack 2 sowieso nicht mehr. Im Service-Pack 2 wurde noch an der Netzwerkfähigkeit von XP gebastelt, und es wurden weitere Veränderungen eingebaut. Service-Pack 3 hingegen war eigentlich nur noch eine "Vereinheitlichung" auf die zwischendurch in verschiedenen Versionen erschienen Patches.

Überraschung

Trotzdem hat Mcrosoft die XP-Gemeinde noch einmal überrascht. (Wenn es auch gar nicht so öffentlich wurde, wie es das verdient hätte!) Unter KB955704 gibt es ein neues Dateisystem für XP! Angesiedelt ist exFAT (so heißt das Kind) zwischen FAT32 und NTFS und von Microsoft eigentlich für externe Datenträger vorgesehen. Es arbeitet mit Vista ab SP1 (für das es eigentlich im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde), ebenso mit Windows CE 6.0, Windows Server 2003 und mit XP ab SP2 zusammen (einen freien Patch für Linux-Kernels gibt es auch).

Die wichtigsten Neuerungen sind die Aufhebung der Beschränkung des "alten" FAT32-System auf bestimmte Partitions- und Dateigrößen (Dateien durften nicht größer als 4GB, in der Praxis sogar nicht größer als 2 GB sein! Partitionen dürften "eigentlich" nur 32 GB groß sein, aber das wurde später aufgehoben). Nun sind die neuen Maximal-Größen für BEIDE Werte: empfohlen 512 TB, möglich 64 ZB (1 TeraByte = 10^12 Byte (in deutsch: 1 Billion), 1 ZettaByte = 10^21 Byte, also = 1 Millarde TeraByte!) Das neue Dateisystem wurde im Zusammenhang mit Micorofts "Ready-Boost"-Technologie entwickelt, die es erlaubt, unter Einsatz eines Flash-Speichers ein System schneller booten zu lassen (in Windows 7 z.B. so realisiert). Im Vergleich zu FAT32 ist es fast doppelt so schnell und kommt bei bestimmten Operationen in die Nähe von NTFS. Grund ist unter anderem  eine "cluster bitmap for fast allocation". Auch ist der "Overhead" des Dateisystems (also der belegte Platz auf einem frisch formatierten Datenträger) bei exFAT drastisch geringer als bei NTFS. In einem Forum las ich, dass auf einem 4GB-Stick der Overhead von NTFS bei 47 MB, der von exFAT bei 96kB (!) gelegen hätte.
Ebenso soll exFAT das Vergeben von Berechtigungen (ähnlich NTFS) unterstützen und für "weitere Ergänzungen" vorbereitet sein. Eine weitere Neuerung ist, dass  Universal Coordinated Time (UTC) für den Zeitstempel von Dateien verwendet wird.
Für Windows XP können Sie die Erweiterung hier herunterladen.

Sterbehilfe

So kann man natürlich den Erfolg von Windows 7 auch sicherstellen (und damit wieder kräftig abkassieren): Man beendet einfach die Unterstützung für XP. Man hat offenbar aus den Fehlern bei Vista (das ja bekanntlich niemand wirklich haben wollte) gelernt. Man sollte aber auch das Beharrungsvermögen der Windows-User nicht unterschätzen. Ich kenne einige hartnäckige Fälle, die noch immer ganz zufrieden mit Windows 2000 herumwerkeln...

Keine "Neuerungen" und

Keine "Neuerungen" und "Erweiterungen" mehr für WindowsXP? Welch ein Verlust für die Menschheit! Wink Ich kann mir gut vorstellen, dass die meisten User froh sind, wenn sie bis auf Weiteres nur noch mit Sicherheitsupdates versorgt werden. Mit Blick auf die ebenso läppischen wie Resourcen vergeudenden "Neuerungen" von Windows Vista: Sowas verlangt wohl niemand, der nicht bei Microsoft arbeitet oder völlig bescheuert ist, auch nicht für Windows XP.