Das neue Microsoft Office – 2007 ist die offizielle Bezeichnung, intern trägt es die Versionsnummer 11 – ist seit etwa einem halben Jahr auf dem Markt – Zeit ein erstes Fazit zu ziehen.
Dies soll in zwei Teilen geschehen: einmal werde ich die verschiedenen Versionen von MS-Office 2007 mit ihren Neuerung vorstellen, zum anderen wird es einen Einblick in das neue Bedienerkonzept geben.

MS-Office 2007 gibt es in sage und schreibe 8 verschiedenen Versionen, die jeweils aus einer Teilgruppe von insgesamt 14 verschiedene Elementen bestehen.
Die meisten werden sich fragen: Office, das ist doch Word, Excel, Powerpoint, dann Outlook, vielleicht noch Access? Schon in den letzten Versionen XP(=2002) und 2003 gab es einige Erweiterungen von Microsoft, deren Existenz gar nicht so weit bekannt war und ist.



Home&Student
  Die "kleinste" Version von Office 2007 ist die "Home&Student"-Variante; erstaunlich günstig (ca. 135.- € "Straßenpreis") beinhaltet sie Word, Excel und Powerpoint. Jawohl, richtig gelesen: kein Outlook. Nun: für "Home" mag das Durchgehen, aber welcher ordentliche Student kommt denn ohne einen Kalender aus? Nun ja, es muss ja nicht gerade Outlook von Microsoft sein, aber wer es doch nicht missen möchte kann die "SV" (=Schulversion?) von Outlook 2007 für ca. 65.- € dazu kaufen. Bei den früheren Versionen war Outlook dabei, aber kein Powerpoint – ich denke, jetzt ist es besser.

  Außerdem beinhaltet das Paket nach offiziellen Angaben noch "One Note" – ein Zugeständnis an die Studentenmentalität? One Note ist ein "Klebezettelprogramm", das in einem Notizbuch alles mögliche (sprich: die üblichen MS-Dateiformate, auch Audio und Video) in einem Notizbuch zusammenfassen kann. One-Note-Notizbücher (es kann mehrere davon geben) lassen sich ins Web legen, im Netz freigeben und man kann sie – auf externen Geräten – synchronisieren. Mit das Beste an der Home&Student-Variante ist, dass sie bis zu 3x in einem Haushalt installiert werden darf – und dass es kein Studentennachweis o.ä. bedarf um sie zu kaufen.

Darf es etwas mehr sein?
  Danach folgen erst einmal die Versionen Basic, Standard, Small Business und Professional. "Basic" beinhaltet Word, Excel und Outlook; Standard liefert dazu Powerpoint, die Small-Business-Variante noch dazu den "Publisher" sowie einen Business-Contact-Manager als Erweiterung zu Outlook. Die Professional-Version beinhaltet zusätzlich noch Access.

  Die weiteren Versionen sind schon deutlich komplexer: "Professional Plus" ist etwas Neues und besteht erst einmal aus den gleichen Koponenten wie "Professional", allerdings ohne den Business-Contact-Manager, dafür erweitert um "Info-Path", einen "Communicator 2007" und einige servergestützte Erweiterungen namens "Integrated Enterprise Content Management", "Electronic Forms" und "Advanced Information Rights Management and Policy Capabilites". Die drei letzteren erlauben detailliertes Verwalten von teilweise automatisch erzeugten Seiten – dies aber nur im Zusammenhang mir dem entsprechenden Serverbackground und damit eigentlich nur in größeren Unternehmen. "Info-Path" ist nicht neu, aber doch nicht so bekannt: es erlaubt – grob gesagt – Formulare zu gestalten, auszufüllen und auszuwerten, und das quasi in allen Microsoft-kompatiblen Applikationen. Das Ganze funktioniert auch per E-Mail oder im Web und verschiedene Formulare lassen sich zu einem zusammenführen. Die Daten können zum Beispiel auch in andere Formate exportiert werden. Der Communicator 2007 ist das, was man glaubt – allerdings perfekt in die Microsoft-Welt integriert. Deutlich weitgehender als ein Messenger erlaubt er natürlich auch Audio- und Videokonferenzen, bezieht aber automatisch – nach Bedarf – andere Microsoft-Applikationen ein. Er kann sich hierzu z. B. auch des Adressbuches oder – zwecks Terminabsprache – des Kalenders von Outlook bedienen. Alles das setzt aber auch wieder eine Menge Microsoft-Server-Technologie im Hintergrund voraus.

Microsoft Office mit dem Groove
  Schließlich gibt es noch die Ultimate- und die Enterprise-Version von Office 2007, die alle anderen Produkte (einmal mit einmal ohne den Business-Contact-Manager) und dazu "Groove" beinhalten. Groove erlaubt "Teamwork" ohne eine Serverstruktur zu stören, basiert also wohl auf einem VPN, das sich aber seine Informationen aus dem Active-Directory der "normalen" Microsoft-Serverumgebung holen kann. Groove soll auch Online- wie Offline-Teamwork synchronisieren und sichern.

  Für Office 2007 hat Microsoft eine Menge Ressourcen im Netz bereitgestellt: es gibt Seiten wie: " Office online ", die vieles bereitstellen oder beschreiben und über die man sich (empfehlenswert!) eine 30-Tage-Version der verschiedenen Programme herunterladen kann.

  Im nächsten Teil wird es um das neue Bedienerkonzept sowie die neuen Dateiformate gehen.