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Zaplive.tv - ein Internet-TV-Sender

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Unter zaplive.tv – welches wohl noch den Beta-Status hat - findet man quasi einen TV-Sender für das Internet. In einer übersichtlichen Liste findet man geplante oder aktuelle Sendungen, nach Themengebieten geordnet. Das Angebot ist durchaus vielfältig.

Vorbemerkungen

Die beiden AUGE-Regionalgruppen Frankfurt und Ostalb lassen ihre Treffen beide jeweils am dritten Samstag im Monat stattfinden. Die konkrete Planung eines Treffens in Frankfurt mit einer virtuellen Beteiligung von Andreas Kurz aus Mutlangen führte dazu, dass wir auf der Suche nach einer Möglichkeit waren, einen Live-Video-Stream ins Internet zu setzen. Vielleicht naheliegende Möglichkeiten wie Skype, ein Messenger o.ä. wurden aus grundsätzlichen, fundamentalistischen Ansätzen Wink verworfen – schließlich können Linux-Leute nicht mit einem MSN-Messenger zusammenarbeiten, Skype ist proprietär und überhaupt. Eine der Frankfurter Besucherinnen streamte schon vorher testweise Videos per UMTS – wohl auch live – auf diverse Seiten wie QIK. Es war aber nicht rechtzeitig zu klären, ob diese Möglichkeit für das geplante Treffen zur Verfügung stehen würde. „Googlen“ brachte mehrere Vorschläge, und so landeten Andreas und ich bei zaplive.tv – einer browserbasierten, vollkommen Betriebsystem-unabhängigen Möglichkeit, Videos ins Internet zu streamen.

Zaplive.tv

Unter zaplive.tv – welches wohl noch den Beta-Status hat - findet man quasi einen TV-Sender für das Internet. In einer übersichtlichen Liste findet man geplante oder aktuelle Sendungen, nach Themengebieten geordnet. Das Angebot ist durchaus vielfältig. Interesse weckt der große orangefarbene Button rechts oben: „Livesendung starten“. Drückt man ihn, merkt man, dass man um eine Registrierung nicht herumkommt. Man erhält einen Namen (bei uns waren das rg600 und rg735) sowie ein Kennwort. Nun muss man die geplante Sendung klassifizieren, also einem Gebiet zuordnen („Event“ war unsere Wahl). Außerdem vergibt man einen Titel und kann sich für ein Bild entscheiden, welches dem „Suchenden“ in dem Angebot der Live-Sendungen dargestellt wird. Danach kann man das „Live-Studio“ starten.  

Das Sendefenster

Dieses Bild zeigt die einfach zu bedienende Benutzeroberfläche. Es kann eine Kamera gewählt werden (das System kennt so ziemlich alle an den PC angeschlossenen Geräte!), die gewünschte Auflösung, ein Audio-Device sowie weitere Einstellungen tätigen, auf die ich gleich noch eingehe. Hat man seine Sendung vorher als Testsendung deklariert, kann man nun ungeniert eine Sendung starten, denn in diesem Fall kann nur man selbst sie betrachten. Nun kommen wir zu den anderen Einstellmöglichkeiten: man kann die Bandbreite der Übertragung testen, sprich überprüfen, wie viel Information ins Internet gesendet werden kann. Die Qualitätsregler für Video und Audio erlauben dann, die Parameter so zu justieren, dass die zur Verfügung stehende Bandbreite optimal ausgenutzt wird. Die im Bild angegebenen 312 kbps würden für eine qualitativ gute Übertragung ausreichen. Im Test konnten wir bis auf ca. 125 kbps herunter gehen, um noch eine akzeptable Übertragung zu gewährleisten – leider war die (über einen T-Com-Hotspot im drei Häuser entfernten Hotel aufgebaute) Internetverbindung auf der Frankfurter Seite so schlecht, dass wir noch nicht einmal auf einen Wert von 80 kamen. In diesem Fall übertrug das System nur noch das Bild, ein Ton war nicht mehr zu vernehmen. Eine UMTS- oder DSL-Verbindung ist aber absolut geeignet und führt zu ansprechenden Ergebnissen.

Auf Sendung!

Hat man aber nun tatsächlich eine Sendung gestartet, kann sich jeder als Zuschauer darauf schalten. Im Programmangebot kann er sich zumindest über den Titel, und vielleicht über eine Beschreibung oder das Vorschaubild darüber informieren. (Man kann übrigens Sendungen auch planen, sprich vorher ankündigen.) Möchte man seine eigene Sendung sehen, kann man auch ein zweites Fenster aufmachen, und dort das Endergebnis betrachten. Für unsere Kommunikation mit Mutlangen starteten wir zwei Sendungen: eine in Frankfurt und eine in Mutlangen. Sicher nicht „im Sinne des Erfinders“, aber so konnte jede RG die Aktivitäten der anderen verfolgen. Die Frankfurter RG konnte übrigens trotz der miesen Anbindung die Mutlanger Sendung einigermaßen (abgesehen von einem „Einfrieren“ alle ca. 15 sec für ca. 2 sec) betrachten – problematisch ist die geringe Bandbreite also wohl hauptsächlich auf der sendenden Seite. Da die Sendungen „öffentlich“ sind, hat man häufig auch weitere Zuschauer. Das kann lustig sein, da die Kommunikation noch einen weitere Komponente hat: einen Chat! Wie das Bild oben zeigt, hat er einen eigenen Reiter im Sendemodul. Hier können sich alle Zuschauer – sowie der Autor der Sendung – äußern und „ihren Senf dazugeben“. Eine nützliche Angelegenheit – gerade bei unserem Treffen!

Fazit

Eine interessante Sache – ein Mikrofon (besser: Headset) und eine nicht zu schlechte Webcam reichen bei einer einigermaßen mit Bandbreite ausgestatteten Internetverbindung für eine zufriedenstellende Sendequalität. Benutzt der Sender einen Internet-Explorer, kann er eine ActiveX-Komponente installieren, welche die Übertragungsqualität erhöhen soll. Zumindest in Frankfurt werden wir Zaplive.tv nutzen, um ab und zu einen Vortrag auf unseren Treffen „ins Internet“ zu stellen – zur Zeit recherchieren wir, welcher Anbieter auf dem Gebiet UMTS hier die kostengünstigste Variante über das Handy bereit stellt. Was wir auch gelernt haben: man sollte einen eigenen Rechner für die Übertragung benutzen – ein „Techniker“ kann dann die Übertragungsqualität beobachten, eventuelle die Werte „feineinstellen“ und den Chat bedienen.