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XnView - Ein Multitalent

Druckversion

Dieses Programm liegt (Mitte April 2010) in der Version 1.97.2 vor (die Mitte Februar erschien), hat also schon einige Modifikationen hinter sich gebracht. Es ist Freeware, unter der Bedingung, dass man es nicht kommerziell nutzt. Möchte man eine Lizenz erwerben, ist man mit 26€ dabei und erhält "lebenslang" Updates kostenlos.

Was leistet das Programm?

XnView ist ein wahres Multitalent. In einer kurzen Übersicht sollen hier seine Fähigkeiten angedeutet werden.
Es kann einen Import von ca. 400 und den Export von ca. 50 Grafikformaten durchführen - dazu gehören zum Beispiel auch JPEG2000 (Lesen und Schreiben) sowie viele RAW-Formate (nur Lesen) aber auch Audio- und Video-Formate! Für manche Formate benötigt XnView Ghostscript, Quicktime oder ein bestimmtes PlugIn. Bei den Formaten sind auch Multi-Frame-TIFFs, animiertes GIF und ICO vertreten.
Es kann weiterhin IPTC- und EXIF-Metadaten lesen und verarbeiten und die Informationen zum Beispiel als Text-, CSV- oder XML-Dateien exportieren - ein interessantes Feature, um die Basis einer Datenbank zu bilden.
Auch an Bildbearbeitungsmöglichkeiten bietet es Einiges, ist also durchaus nicht nur ein Bildbetrachter: Größe ändern, Kopieren, Ausschneiden und Freistellen (besser: Zuschneiden, also das Freistellen rechteckiger Bildausschnitte) sind ebenso im Angebot wie die Anpassung von Helligkeit, Kontrast, und vielen weiteren Parametern und das Ändern der Farbtiefe. Das Bild rechst zeigt einen von mehreren entsprechenden Werkzeugdialogen. XnView erlaubt außerdem das Anwenden von Filtern (Weichzeichnen, Relief, ...) und anderen Effekten (Linse, Welle, ...), die durch Photoshop-kompatible PlugIns fast beliebig erweitert werden können.
Interessant ist auch die Funktion "Automatisch zuschneiden", die einen gleichfarbigen Rand von Bildern wegschneidet - die Randfarbe und eine gewisse Toleranz kann hier jeweils über eine Wahl per "Pipette" eingestellt werden.
Als Bildbetrachter hat es einen Vollbild-Modus, kann eine Dia-Show zusammenstellen und abspielen und arbeitet im Standard-Modus (wie das Bild oben zeigt) mit einem Bilder-Browser. Wie gesagt, werden hier auch RAW-Bilder (mit dem Hinweis "48Bit") dargestellt, beim Anklicken dann natürlich als 24-Bit-JPEG geöffnet.
Der Modus Batch-Konvertierung erlaubt das Umbennen, In-andere-Ordner-Speichern, Typ-Ändern von beliebig vielen Bildern in "einem Rutsch". Hier können dann auch Skripte zum Einsatz gebracht werden. Man startet den Batch-Modus über "Werkzeuge / Stapelverarbeitung". Die dann erscheinende Dialog-Box hat ein Tab "Umwandlungen", in dem die Parameter von fast 80 Operationen modifiziert werden können. Eine Auswahl davon sehen Sie im Bild links. Die Palette der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten reicht von einer Farbumwandlung bis zum Anwenden bestimmter Filter. Hat man hier eine - vielleicht sehr umfangreiche - Auswahl an Modifikationen getroffen, kann man diese als Script speichern und gegebenenfalls zur Anwendung auf eine andere Bildergruppe wieder laden.
Nett ist auch die Möglichkeit, eine Webseite aus den ausgewählten Bildern zu erstellen. Dazu muss man sich für eines von ca. 15 geringfügig modifizierbaren Webseiten-Layouts entscheiden (allerdings ohne eine Vorschau!). Auf Knopfdruck werden dann alle notwendigen Dateien erstellt. Ähnlich geht die Erstellung einer Dia-Show vonstatten: Außer der Wahl von Bildgröße, Überblendeffekten und -zeiten und - wenn man möchte - einer Hintergrundmusik - kann man noch EXE oder SCR als Dateiformat wählen, und so selbst ablaufende Shows oder Bildschirmschoner produzieren.
Ein schönes Feature ist auch der Bildschirm-Schnappschuss. Wie das Foto rechts zeigt, können mehrere Parameter zur Erstellung eines solchen angepasst werden: eine Verzögerung oder ein "Hotkey" ist einstellbar. Ob ein Fenster, wenn ja: welches, ein rechteckiger Ausschnitt oder der ganze Bildschirm "gefangen" werden soll, lässt sich genauso einstellen, wie die Sichtbarkeit des Mauszeigers und vieles mehr. Das erstellte Bild kann dann entweder in Xnview dargestellt oder in einem ausgewählten Verzeichnis in einem wählbaren Typ abgelegt werden.

Weitergehende Möglichkeiten

Hier sollen noch einige Features vorgestellt werden, die aber zum Teil vom verwendeten Betriebssystem abhängen und so unter Umständen nicht in jeder Version vorhanden sind. Kontaktabzug erstellen liefert eine Seite, in der die ausgewählten Bilder in kleinem Format aneinandergereiht sind. Hier sind eine Menge Parameter wähl- und einstellbar: Von der Bildgröße aus natürlich über Beschriftungen, Anzeige der Dateinamen bis zu Hintergrundfarben und Kopf- und Fußzeilen geht die Bandbreite der einstellbaren Werte. Mit Multi-Frame-Datei erstellen kann ich - in den Bildformaten TIFF, DCX und LDF - mehrere Bilder in eine Datei packen. Wohlgemerkt - nicht nebeneinander anordnen oder so etwas und auch nicht, dass sie automatisch nacheinander angezeigt werden, wie bei animierten GIFs, sondern "einfach so". In der Datei befinden sich - auch wenn man es ihr bei der normalen Anzeige nicht ansieht - eben mehrere Bilder. Um diese zu sehen, muss man die Multi-Frame-Datei im allgemeinen "auspacken".
Unter Windows liefert XnView eine TWAIN-Unterstützung mit, kann also Daten von einem Scanner oder einer Kamera (sofern deren TWAIN-Treiber installiert sind) direkt auslesen. Ebenso liefert es nur unter Windows eine Druck-Unterstützung, die wieder das Einstellen vieler Parameter erlaubt, wie das nebenstehende links Bild zeigt. Ziehen & Loslassen (=Drag & Drop) ist hier ebenfalls aktiviert, und das Programm lässt sich in einer von 44 wählbaren Sprachen anzeigen.

Fazit

Es ist erstaunlich, was dieses - im Prinzip kostenlose - Programm leistet. Herauszuheben sind die Fähigkeit, mit RAW-Bildern umgehen zu können, die Meta-Daten in andere Formate konvertieren zu können und der Batch-Betrieb - und das noch im Zusammenhang mit Photoshop-kompatibleen Filtern.
Es lohnt, sich das Programm, von dem es auch eine "Pocket"-Version für Windows-mobile gibt,  einmal näher anzuschauen.

Zusatzinformationen

Link zum Hersteller: http://www.xnview.com/de/
Eine ganz nette Anleitung - basierend allerdings auf einer älteren Version von XnView - gibt es hier.

Alternative zu irfanView

Hast du Erfahrung mit irfanView? Und wenn ja, würdest du sagen, dass XnView besser ist als irfanView oder gleichwertig oder schlechter?

Irfanview vs. XnView

Sorry, mit Irfanview habe ich bisher kaum gearbeitet. An XnView faszinierten mich die Möglichkeit, EXIF-Daten in eine echte Datenbank zu übertragen, RAW-Bilder zu lesen und die Photoshop-kompatible Filterverwaltung. Was sagt Irfanview hierzu?

EXIF-Daten in IrfanView? Hm,

EXIF-Daten in IrfanView? Hm, kann ich nix zu sagen, weil mich das bisher nicht interessiert hat.

Irfanview vs. XnView - Vergleich in CHIP

In diesem Vergleich: http://www.chip.de/artikel/Vergleich-Xnview-vs.-Irfanview_17346837.html "gewinnt" XnView mit 5:2. Vielleicht interessiert dich das! Ciao Pepo

Danke für den Hinweis zu dem

Danke für den Hinweis zu dem Chip-Artikel. Werde ich mir mal durchlesen.

USB-Switching

Hmm - auf der Herstellerseite gibt's nur Treiber für die verschiedenen Windows-Versionen. Ich kann mich - glaube ich - auch daran erinnern, dass es ohne die Treiber (also nur per Schalter) nicht arbeitete. Linux ist dann wohl eher nix!

XnView 1.97.8

... ist als neue Version draußen. Noch mehr Dateiformate und einige Bugfixes wurden implementiert. Pepo