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Meine eigene Cloud

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Als ich vor gut eineinhalb Jahren meinen Artikel über die iCloud schrieb, war ich sowohl vom Konzept der Cloud an sich, als auch von Apples Umsetzung nicht wirklich überzeugt.

Inzwischen haben sich die Voraussetzungen auf meiner Seite etwas geändert - und nun könnte die Cloud eine mögliche Lösung darstellen. Und zwar meine eigene Cloud - in Form von "ownCloud".

Für ein Projekt, bei dem mehrere Personen an mehreren Standorten zusammenarbeiten sollten, war eine gemeinsame Datenhaltung als auch ein gemeinsamer Kalender gefragt. Bei einem vorhergehenden Projekt wurde der Kalenderteil noch mittels eines Exchange-Servers realisiert. Da dieser aber mittelfristig aus Kostengründen abgeschaltet werden soll, wurde davon abgesehen, ihn hier einzusetzen.

Nun könnte man z.B. für die Datenhaltung dropbox und als gemeinsamen Kalender den Google Kalender einsetzen - allerdings lägen dann die Daten in den USA - und wer weiß, was da alles mit passiert.
Da sowieso Webspace für das Projekt angemietet werden musste, wäre die Nutzung z.B. des 1&1 Webdrives oder Stratos Hidrive eine weitere Möglichkeit - die aber nicht weiter verfolgt wurde.

Schlussendlich landeten wir bei "ownCloud". Dabei handelt es sich um ein Softwarepaket, das man auf dem eigenen Webspace installiert und das durch die modulare Bauweise leicht an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann.

Zur Installation kann man entweder eine Zip-Datei lokal entpacken und dann auf den Webserver hochladen - was seine Zeit dauert. Oder aber man lädt ein kleines Setup-Skript auf den Webspace und führt dieses dort aus. Dann wird die Zip-Datei direkt auf den Webserver geladen und auch dort entpackt.

Hier können dann auch gleich die ersten Probleme auftauchen: ownCloud verlangt mindestens PHP in der Version 5.3 - mein Webspace-Account ist aber so alt, dass dort noch php4 als Standard eingestellt ist und der php5-Interpreter nur aktiviert wird, wenn die Skripte auch ".php5" als Endung haben.
Nun lässt sich zwar das Setup-Skript als "setup-owncloud.php5" speichern - doch werden die dann Installierten Skripte alle als ".php" gespeichert, so dass sie nicht korrekt ausgeführt werden. Auf dem neu bestellten Webspace war das aber kein Problem - dort läuft nur noch PHP in Version 5.3 - und nichts älteres mehr.

Auch sollte man sich JETZT überlegen, in welchem Verzeichnis ownCloud installiert werden soll. Eine nachträglich Änderung ist nicht mehr möglich.

Nach der Installation will ownCloud dann konfiguriert werden. Dabei kann man dann zwischen einer SQLite-Datenbank, die vom Programm bereitgestellt wird, oder einer externen mySQL-Datenbank wählen.

Für kleinere Installationen sollte die SQLite-DB ausreichen. Diese hat auch den Vorteil, dass sie auch auf kleineren Webspace-Accounts ohne eigene mySQL-Datenbank funktioniert.

Wenn dann die Datenbank-Tabellen angelegt sind, ist der Admin-User am System angemeldet und die leere Cloud wird angezeigt. Dabei sind die Dienste

  • Dateien
  • Musik
  • Kalender
  • Kontakte
  • Bilder

gestartet.

Gefüllt werden kann die Cloud nun über die Upload-Funktion oder via ftp. Letzteres ist aber nur für den Eigentümer des Webspace sinnvoll.

Im Dateibrowser integriert sind Viewer für PDF-, ODF- und Bilddateien.

Sowohl der Musik-Player als auch die Bilderdatei wird durch den Upload von Dateien in den Dateimanager befüllt. Allerdings hatte ich hier Probleme mit der Übernahme von .m4a-Dateien aus iTunes. Nicht, dass diese nicht abgespielt wurden - es fehlten aber sämtliche Tags. Ob das bei .mp3-Dateien auch der Fall ist, weiß ich nicht.

Das "Bilder-Modul" bietet die Möglichkeit, sowohl einzelne Bilder zu betrachten, als auch eine Dia-Show laufen zu lassen.

 

Doch sind Musik und Bilder für den von mir anvisierten Einsatz eher nebenrangig bzw. ganz ohne Bedeutung.
Und für diesen Fall lassen sich die entsprechende Module auch deaktivieren. Und es lassen sich auch andere aktivieren.
Zum einen die bei der Installation mit installierten Module wie eine Antivirus-App oder eine User-Authentifizierung mittels eines LDAP-Servers. Es gibt aber auch weitere Module im Web, die von Dritten entwickelt wurden und die sich ins System einbinden lassen.

Das soll es für's Erste gewesen sein.
Im zweiten Teil werde ich mich dann mit der Integration von Kalender und Adressbuch in vorhandene Desktopprogramme (wie Outlook oder Apples Kalender-App) bzw. mobile Applikationen sowie der Einbindung der Dateiablage in Desktop-System beschäftigen...